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Im März 2023 hat der deutsche Bundestag eine umfassende Reform des deutschen Wahlrechts beschlossen. Ziel war es, den Bundestag zu verkleinern und die Regeln klarer und gerechter zu machen. Der Bundestag ist in den letzten Jahren immer größer geworden. Eigentlich soll er 598 Abgeordnete haben, aber durch sogenannte Überhang- und Ausgleichsmandate saßen zuletzt 736 Abgeordnete im Parlament (Stand: 2021).

Deutsch

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In dieser Blog-Serie frage ich ChatGPT zu einer Vielzahl von Themen, von der Weltpolitik bis hin zu alltäglichen Fragen, um kurze Zusammenfassungen und Antworten zu erhalten. Die von ChatGPT bereitgestellten Antworten werden aus umfangreichen Datensätzen generiert, die möglicherweise Verzerrungen, zum Beispiel aus westlichen Perspektiven, enthalten. Obwohl das Modell auf Genauigkeit ausgerichtet ist, kann es gelegentlich unzutreffende oder irreführende Informationen liefern. Für die Richtigkeit des Inhalts übernehme ich daher keine Verantwortung. Auch wenn ich bestrebt bin, Antworten zu geben, die dem gesunden Menschenverstand entsprechen, ermutige ich dich, Fakten zu überprüfen und Informationen durch vertrauenswürdige Quellen zu verifizieren. Du kannst dich zudem gerne mit Verbesserungsvorschlägen an mich wenden.

Antwort von ChatGPT

Was hat sich geändert?

Die Reform bringt vor allem drei wichtige Änderungen:

  1. Fester Bundestag mit 630 Sitzen: Früher waren 598 Sitze vorgesehen, jetzt sind es immer 630 Sitze, also etwas mehr, aber konstant. Wenn man nur 598 Sitze hätte, könnten mathematische Probleme auftreten, weil es zu “eng” wird, um alle Parteien fair im Verhältnis ihrer Zweitstimmen abzubilden – vor allem, wenn eine Partei viele Direktmandate gewinnt.

  2. Wegfall der Überhang- und Ausgleichsmandate: Früher konnte es passieren, dass eine Partei mehr Direktmandate (Erststimme) gewann, als ihr nach Zweitstimmen zustand. Das führte zu Überhangmandaten und alle anderen Parteien bekamen Ausgleichsmandate dazu. Das blähte den Bundestag auf. Solche zusätzlichen Mandate gibt es nach der Reform nicht mehr und nur die Zweitstimme zählt für die Sitzverteilung. Damit wird die Sitzverteilung deutlich einfacher, da die Berechnung dieser Ausgleichsmandate sehr kompliziert ist, weil sie auf Ebene der einzelnen Bundesländer erfolgt und das bundesweite Verhältnis der Zweitstimmen exakt wiederherstellen muss. Oft mit Dutzenden zusätzlichen Mandaten.

  3. “Grundmandatsklausel” fällt weg: Früher galt, wenn eine Partei unter 5% lag, aber mindestens 3 Direktmandate gewann, durfte sie trotzdem mit allen Zweitstimmen in den Bundestag einziehen. Diese Ausnahme entfällt.

Rechenbeispiel

Partei Zweitstimmen (%) Sitze laut Zweitstimmen (von 630) Direktmandate (von 299) Vor der Reform (geschätzt) Nach der Reform
Partei A 35 % 221 240 240 Sitze + Ausgleich für andere Parteien → Bundestag wächst stark 221 Sitze – 19 Direktmandate verfallen
Partei B 30 % 189 40 189 Sitze + Ausgleichsmandate 189 Sitze – 40 Direktmandate, Rest von der Liste
Partei C 35 % 220 19 220 Sitze + Ausgleichsmandate 220 Sitze – 19 Direktmandate, Rest von der Liste
Gesamt 100 % 630 Sitze 299 >630 Sitze durch Überhang + Ausgleich 630 Sitze fest

Früher führte das Wahlergebnis oft zu einem stark aufgeblähten Bundestag. Im Beispiel gewinnt Partei A 240 Direktmandate, obwohl ihr laut Zweitstimmen nur 221 Sitze zustehen. Das hätte früher zu 19 Überhangmandaten geführt. Um das fair auszugleichen, hätten die anderen Parteien zusätzliche Ausgleichsmandate erhalten und der Bundestag wäre deutlich Sitze gewachsen.

Seit der Wahlrechtsreform 2023 ist das anders: Es gibt keine Überhang- und Ausgleichsmandate mehr und Partei A darf nur 221 Sitze behalten, die überzähligen 19 Direktmandate verfallen. Die Direktmandate mit den „schwächsten“ Ergebnissen verfallen zuerst und jene aus Wahlkreisen mit den höchsten Stimmenanteilen bleiben erhalten. Partei B und C bekommen genau so viele Sitze, wie ihnen laut Zweitstimmen zustehen. Ihre Direktmandate werden angerechnet, der Rest kommt von der Liste.

Fazit

Die Wahlrechtsreform von 2023 hat das deutsche Wahlsystem grundlegend verändert und deutlich vereinfacht. Die Sitzverteilung im Bundestag richtet sich nun ausschließlich nach dem Zweitstimmenergebnis. Dadurch entfällt die komplizierte Berechnung von Überhang- und Ausgleichsmandaten, die in der Vergangenheit regelmäßig zu einem stark aufgeblähten Parlament geführt hat. Statt eines Bundestags mit über 700 Abgeordneten bleibt die Größe nun konstant bei 630 Sitzen. Das macht das System nicht nur schlanker und kostengünstiger, sondern vor allem auch transparenter und gerechter. Die Verhältnisse im Parlament spiegeln nun viel direkter den Wählerwillen wider, weil keine Partei mehr durch viele Direktmandate einen Vorteil erhält, der nicht durch Zweitstimmen gedeckt ist.

Damit hat allerdings auch die Erststimme an Bedeutung verloren. Zwar entscheidet sie weiterhin darüber, welche Kandidatin oder welcher Kandidat den Wahlkreis gewinnt, aber diese Direktmandate zählen nur dann, wenn sie in das Gesamtergebnis der Partei nach Zweitstimmen passen. Wer also wirklich Einfluss auf die Zusammensetzung des Bundestags nehmen möchte, sollte vor allem die Zweitstimme bewusst einsetzen.

English (DeepL)

Disclaimer

In this blog series, I ask ChatGPT on a variety of topics, from world politics to everyday issues, to get concise summaries and answers. The answers provided by ChatGPT are generated from large datasets, which may include biases, for example from Western perspectives. While the model strives for accuracy, it can sometimes produce incorrect or misleading information. I do not take responsibility for the validity of the content. Though I aim to ensure that the answers reflect common sense, I encourage you to cross-check facts and verify information through trusted sources. You are also welcome to reach out to me with suggestions for improvement.

ChatGPT’s answer

Chat with GPT: What has changed with the electoral law reform of March 2023?

In March 2023, the German Bundestag passed a comprehensive reform of German electoral law. The aim was to reduce the size of the Bundestag and make the rules clearer and fairer. The Bundestag has become ever larger in recent years. It is actually supposed to have 598 MPs, but due to so-called overhang and compensatory mandates, there were most recently 736 MPs in parliament (as of 2021).

What has changed?

The reform brings three main changes:

  1. Fixed Bundestag with 630 seats: There used to be 598 seats, now there are always 630 seats, so slightly more, but constant. If you only had 598 seats, mathematical problems could arise because it would be too “tight” to represent all parties fairly in proportion to their second votes - especially if one party wins many direct mandates.

  2. Elimination of overhang and compensatory mandates: In the past, it could happen that a party won more direct mandates (first vote) than it was entitled to according to second votes. This led to overhang mandates and all other parties received compensatory mandates. This inflated the Bundestag. Such additional mandates no longer exist after the reform and only the second vote counts for the distribution of seats. This makes the distribution of seats much simpler, as the calculation of these compensatory mandates is very complicated because it is carried out at the level of the individual federal states and must exactly reproduce the nationwide ratio of second votes. Often with dozens of additional mandates.

  3. “Basic mandate clause” no longer applies: Previously, if a party was below 5% but won at least 3 direct mandates, it was still allowed to enter the Bundestag with all second votes. This exception no longer applies.

Example calculation

Party Second votes (%) Seats according to second votes (out of 630) Direct mandates (out of 299) Before the reform (estimated) After the reform
Party A 35 % 221 240 240 seats + compensation for other parties → Bundestag grows strongly 221 seats - 19 direct mandates forfeited
Party B 30 % 189 40 189 seats + compensatory seats 189 seats - 40 direct mandates, remainder from the list
Party C 35 % 220 19 220 seats + compensatory mandates 220 seats - 19 direct mandates, remainder from the list
Total 100 % 630 seats 299 >630 seats due to overhang + compensation 630 fixed seats

In the past, the election result often led to a very bloated Bundestag. In the example, party A wins 240 direct mandates, although it is only entitled to 221 seats according to the second votes. In the past, this would have led to 19 overhang seats. To balance this out fairly, the other parties would have received additional compensatory seats and the Bundestag would have grown significantly.

Since the electoral law reform of 2023, things have been different: there are no more overhang and compensatory mandates and Party A may only retain 221 seats, the surplus 19 direct mandates are forfeited. The direct mandates with the “weakest” results will expire first and those from constituencies with the highest vote shares will be retained. Party B and C receive exactly as many seats as they are entitled to according to the second votes. Their direct mandates are taken into account, the rest comes from the list.

Conclusion

The electoral law reform of 2023 fundamentally changed and significantly simplified the German electoral system. The distribution of seats in the Bundestag is now based solely on the result of the second vote. This eliminates the complicated calculation of overhang and compensatory mandates, which in the past regularly led to a bloated parliament. Instead of a Bundestag with over 700 MPs, the size now remains constant at 630 seats. This not only makes the system leaner and more cost-effective, but also more transparent and fairer. The proportions in parliament now reflect the will of the electorate much more directly, because no party gains an advantage through many direct mandates that is not covered by second votes.

However, this has also made the first vote less important. Although it still decides which candidate wins the constituency, these direct mandates only count if they fit into the party’s overall result based on second votes. So if you really want to influence the composition of the Bundestag, you should make conscious use of the second vote in particular.